Impfungen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen, Krankheiten zu verhindern. So treten einige Krankheiten nicht mehr oder nur sehr selten auf, da sich die Menschen zum großen Teil haben impfen lassen.
Bevor Impfstoffe zugelassen werden, muss die Wirksamkeit und Sicherheit in Studien nachgewiesen werden. Danach prüft die unabhängige Ständige Impfkommission (STIKO), wem die Impfung in Deutschland empfohlen und wann sie am sinnvollsten verabreicht werden soll. Auf diesen Empfehlungen baut die individuelle Beratung durch Ihre Ärztin / Ihren Arzt oder der zuständigen Stelle auf.
Gemäß Nds. ÖGD-Gesetz sind die Gesundheitsämter dazu aufgerufen, aktiv zur Erhöhung der Durchimpfungsrate beizutragen. Das Gesundheitsamt im Landkreis Osterholz entspricht dem mit der Durchführung der Überprüfung der Impfausweiseund ggf. der Empfehlung zur Vorstellung beim Kinderarzt zur Ergänzung des bestehenden Impfschutzes.
Das Ziel einer Impfung ist es, die Geimpften vor ansteckenden Krankheiten zu schützen. Neben dem Schutz des Einzelnen gegen die Erreger, die von Mensch zu Mensch übertragen werden, bieten Impfungen bei hohen Durchimpfungsraten auch einen Kollektivschutzes („Nestschutz"/„Herdenschutz") der Bevölkerung, mit der das Risiko von Epidemien vermindert werden kann.
Ein sicherer Bevölkerungsschutz ist (lt. Robert- Koch-Institut 2007) gegeben bei einer Durchimpfungsrate von:
- 80% bei Diphtherie
- 90% bei Mumps
- 92% - 95% bei Masern
Das Impfen ist eine ganzheitliche Vorsorgemaßnahme, bei der abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder einzelne Erregerproteine injiziert werden. Der Körper entwickelt dadurch eine Immunität gegen diese Krankheitserreger.
Schwerwiegende Impfkomplikationen sind bundesweit selten zu beobachten und werden in einem Zentralregister erfasst. Die bei Nichtgeimpften im Krankheitsfall viel häufiger auftretenden ernsten Komplikationen, die z. T. bleibende Schäden hinterlassen, werden leider nicht so vollständig dokumentiert. Die Zahl komplizierter Krankheitsverläufe und Folgeschäden steigt proportional zur sinkenden Durchimpfungsrate. Deshalb muss das Erreichen einer ausreichend hohen Durchimpfungsrate Ziel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland sein.
